Wenn die Freaks ihre Gemeindeleiter schon als “Oberarsch” bezeichnen, dann kann man laut Johannes ja auch noch etwas weiter gehen. Ein nettes, aufrichtiges Wort auf dem Gemeindeparkplatz oder beim Kelchweiterreichen, um eine stets demütige Haltung zu garantieren.
Dieser Text ist einer zum dran reiben. Und das tue ich auch immer mal wieder. Ein Aufruf zur Perfektion? Falsch verstandener Motivationsversuch?
Vielleicht eher eine Hilfe zur Positionsbestimmung. Kursabweichungen waren damals vermutlich ebensosehr wie heute an der Tagesordnung wie heute. Sie verstörten, verwirrten, verängstigten. Um so hilfreicher ist es dann, einen genaueren Blick auf Jesus und sein Leben zu werfen, Entschuldigungen und Kompromisse zu akzeptieren, aber nicht zum Maß aller Dinge zu machen. Wo es gelingt, dies auf wertschätzende und individuelle Weise zu tun, kann ein authentisches und relevantes Miteinander entstehen.
Ich glaube, das ist es, was der Verfasser des 1. Johannesbriefs meint. Evangelium ist keine Ergötzungshilfe für rechthaberische Klugscheißer und diskussionswütige Pharisäer, sondern konkrete Lebensweise, fast schon Lebensform.
Und seit nunmehr 27 Jahren frage ich mich, wie es wohl wäre, das mal ganz einfach umzusetzen.
2 Antworten auf ““Hey du Lügner!””
judith
21. August 2010 um 08:21
Hi Tom und Co., ich gehöre hier zu den eher sporadischen Lesern, allerdings bin ich oft- um ehrlich zu sein fast immer!- zu faul, den Bibeltext extra auszuschlagen… und habe daher die unverschämte Idee, wie es wäre, wenn Ihr den entsprechenden Text einfach mit reinkopieren könntet…??? Zumindest mir würde das sehr entgegenkommen, und evtl. spreche ich da auch für weitere Faulenzer…???
Herzliche Grüße aus Witzenhausen!
diewahrheitistuntoedlich
21. August 2010 um 08:58
Hi Judith,
klasse, dass zur zur Schar der treuen Leserschar gehörst!
Einfach auf den Bibeltext in der jeweils ersten Zeile klicken, das ist ein Link
Liebe Grüße!